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Berlin - Hauptstadt für die Wissenschaft 2010

Themen

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Wie alles begann und was daraus geworden ist...
Das erste Themengebiet zeigt die Gründungszeit und die Jubiläen der Universität. Zu sehen sind Fichtes und Schleiermachers Denkschriften zur Gründung einer allgemeinen Lehranstalt, die Humboldtsche Konzeption für die Berliner Bildungslandschaft bis hin zum Zepter der Universität. Ein Zeitstrahl verläuft entlang der Wand und führt den Besucher durch die 200-jährige Geschichte und reflektiert das Selbstbild der Universität im Spiegel ihrer Selbstinszenierung anlässlich ihrer sechs Jubiläen.











Erste Seite des Matrikelbuchs der Berliner Universität (Alma Mater Berolinensis), Oktober 1810. Quelle: Karl-HeinzWirzberger (Hg.), Die Humboldt- Universität zu Berlin. Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart. Berlin 1976


Von Freiheit und Nutzen der Wissenschaft
Im zweiten Themengebiet werden die herausragenden Forscherpersönlichkeiten, wissenschaftliche Netzwerke und die Wissenschaft in Verbindung mit dem gesellschaftlichen Umfeld vorgestellt. Hier begegnet der Besucher dem Nobelpreisträger Max Planck und der von ihm begründeten Quantenphysik oder dem Historiker Theodor Mommsen, der an der Akademie der Wissenschaften das Corpus Inscriptionum Latinarum, die Sammlung aller bekannten antiken lateinischen Inschriften, herausgegeben hat. Große Leistungen, aber auch die skandalösen Verirrungen der Wissenschaft werden thematisiert. Konrad Meyer, der Agrarwissenschaftler, der maßgeblich am Generalplan Ost beteiligt war, der einen „deutschen Neuaufbau“ der von den Nationalsozialisten besetzten Gebiete in Polen und der Sowjetunion vorsah. Ein Zeitstrahl gibt einen Überblick über das wissenschaftliche Profil der Universität. Durch einen Zeitsprung sieht der Besucher die Professuren von 1810 und 2010 gegenübergestellt.








Das Hauptgebäude der Humboldt-Universität nach der Zerstörung im Zweiten > Weltkrieg © Humboldt-Universität zu Berlin, Öffentlichkeitsarbeit


Protagonisten
Die Ausstellung führt uns auch in die Lebenswelten einzelner Hochschullehrer und Studierender. Der Besucher lernt die Stars der Hörsäle kennen, erfährt welche Professoren 1848 auf der Seite der revolutionären Studenten standen und welche Frauen als erste die Festung Universität betraten. Im studentischen Leben sind die 1848er Revolution, das Verbindungswesen sowie das Frauenstudium und die Bücherverbrennung große Themen.











Feuchtpräparat eines Gorgonenhauptes. © Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Biologie, Zoologische Lehrsammlung; Helmholtz- Zentrum für Kulturtechnik


Orte der Wissenschaft
Seit der Gründung ist die Berliner Universität immer mehr mit der Stadt verwachsen. Aus dem Standort Unter den Linden in der Mitte Berlins heraus, dehnte sich die Universität immer weiter in die Stadt aus. Ob durch Zuwachs neuer Institute oder die Verlagerung ganzer Fakultäten- immer war die Universität im Wandel, äußerlich sowie auch von der inneren Struktur her. Aus privaten Lehrstuben und Wohnzimmerkollegien der Gründungszeit wurden universitäre Büros und Lehrstätten. Improvisierte Heimlabore des frühen 19. Jahrhunderts haben sich zu modernen ausgestattete Laborräume entwickelt. So wandert der Besucher durch eine stolze, aber auch gebrochene Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin. Doch was macht die Universitätsgeschichte so spannend? „Die älteste Universität Berlins stand allein schon wegen ihrer topographischen Nähe zur „Macht“, ob nun in Preußen, Deutschland oder der DDR wie keine andere Hochschule im Fokus deutscher Geschichte, Politik, Kultur und Gesellschaft. Sie trat im Laufe des 19. Jahrhunderts an die Spitze der deutschen Universitäten, nicht nur was die Ausdehnung im Stadtraum und die Studentenzahlen angeht. Sie wurde auch zur sogenannten Endstationsuniversität, an die berufen zu werden, den Höhepunkt einer Professorenlaufbahn bildete.“, so Weining und Thom.

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zuletzt geändert: 23.03.10 MW
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