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Berlin - Hauptstadt für die Wissenschaft 2010

Wo soll es hingehen?

I. Humboldt-Streitgespräch: Wo soll es hingehen?
Die Zukunftsthemen der Wissenschaft am 3. Dezember 2009, 19 Uhr


Werden Ergebnisse der Hirnforschung zu einer neuen Theorie des Schönen führen? Sind wir Bild-Analphabeten? Brauchen wir in unserer bildmächtigen Medienwelt eine Bildwissenschaft als Leitwissenschaft und eine Schule des Sehens, die uns einen neuen Umgang mit Bildern lehrt?

An welchem Punkt der Entwicklung stehen wir mit unserer Demokratie westlicher Prägung? Ist unsere Gesellschaftsform in einer sich zunehmend vernetzenden Welt ein Zukunftsmodell, das als Vorbild dienen kann, oder gibt es andere Formen der Modernität, von denen wir lernen können?

Lassen sich wirtschaftliches Denken und Umweltschutz angesichts der globalen Herausforderungen durch den Klimawandel zu einer Klimapolitik verbinden, die Industrienationen, Entwicklungs- und Schwellenländer gleichermaßen überzeugt?

Dies sind nur einige der Fragen, die das I. Humboldt-Streitgespräch aufwarf. Am 3. Dezember 2009 diskutierten der Literaturwissenschaftler Winfried Menninghaus (Freie Universität Berlin), der Bildforscher Horst Bredekamp (Humboldt-Universität zu Berlin), die Sozialwissenschaftlerin Shalini Randeria (Universität Zürich) und der Klimaforscher Ottmar Edenhofer (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) darüber, wie sie selbst zu ihren Forschungsfragen gekommen sind, welche Rolle persönliche Interessen und Erfahrungen, Leidenschaft, Eingebung oder Zufall spielen.

Wenn es um Zukunftsfragen der Wissenschaft geht, wird häufig über Technologien gesprochen, die uns helfen können, die Zukunft zu bewältigen. Das I. Humboldt-Streitgespräch machte dagegen Forschung zum Thema, die uns befähigt, unseren eigenen Standort zu bestimmen – und damit auch einen Umgang mit Technologien zu finden, der im Sinne der Menschen ist. Diese Forschung denkt Dinge auf eine neue Art und Weise zusammen: Sprache und Gefühl, Bild und Erkenntnis, verschiedene Formen von Modernität, Ökonomie und Klimaschutz. Es geht darum, in welcher Welt wir leben wollen, wie wir in Zukunft zusammenleben und uns verständigen wollen.

Referenten

 

Moderator: Jörg Thadeusz (rbb, WDR, NDR)

Veranstaltungsort: Senatssaal der Humboldt-Universität

Am 3. Dezember 2009 fand das erste Humboldt-Streitgespräch in Kooperation mit der Stiftung Mercator statt. Hier finden Sie einen Film und Fotos: >Bildergalerie und Film




Kooperationspartner Stiftung Mercator

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zuletzt geändert: 01.12.10 MW
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