Wie sollen wir arbeiten?
Wie sollen wir arbeiten?
II. Humboldt-Streitgespräch:
Wie sollen wir arbeiten?
Wie sollen wir arbeiten?
Die Zukunft der
Wissenschaftsgesellschaft am 29. April 2010, 19 Uhr
In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen in Teilzeit, in befristeten Arbeitsverhältnissen, selbständig und als Freiberufler. In der Wissenschaft ist das befristete Anstellungsverhältnis und das Hangeln von einer Drittmittelstelle zur nächsten mittlerweile üblich.
Laut einer aktuellen Studie (2010, Bertelsmann Stiftung/Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit) ist die Zahl der traditionellen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland seit 2001 im internationalen Vergleich stark zurückgegangen, insbesondere im Dienstleistungssektor. Aus historischer oder globaler Perspektive betrachtet, könnte das Arbeiten in „Normalarbeitsverhältnissen“ aber auch als eine Episode gesehen werden: Sie haben nur in wenigen Regionen der Welt während einer bestimmten Periode Arbeit und Gesellschaft geprägt, nämlich in den Industrieländern.
Aber nicht nur die Art der Beschäftigungsverhältnisse hat sich verändert, auch die Art und Weise, in der wir arbeiten: Mobilität und Flexibilität sind gefordert, wir leben und arbeiten in einer zunehmend vernetzten und wissensbasierten Gesellschaft. Ist jeder bereit, sich auf diese neue Arbeitswelt einzulassen, und ist auch jeder dazu in der Lage?
Der Trend-Forscher Peter Wippermann geht davon aus, dass 20 Prozent der jungen Menschen an den neuen Anforderungen scheitern werden. Der Historiker Ulrich Herbert setzt sich für bessere Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse für Nachwuchswissenschaftler ein. Was muss sich dafür an deutschen Universitäten ändern? Welche Arbeitsverhältnisse brauchen Forscher, um innovativ zu sein? Und wie verändert sich aus Sicht des Elementarteilchen-Forschers Anton Zeilinger das wissenschaftliche Arbeiten speziell in den Naturwissenschaften?
Wie wir in Zukunft arbeiten wollen, im Allgemeinen und speziell in Wissenschaft und Forschung, diese Frage diskutierten beim II. Humboldt-Streitgespräch Natur- und Sozialwissenschaftler gemeinsam mit Wirtschafts- und Arbeitsmarktexperten.
Moderatorin
Peter Wippermann blickt in die Zukunft
(Trendbüro Beratungsunternehmen für gesellschaftlichen Wandel GmbH, Hamburg)
Ursula Weidenfeld provoziert starke
Meinungen
Referenten
Jutta Allmendinger forscht im Namen der Chancengleichheit
(Wissenschaftszentrum Berlin, Humboldt-Universität)
Peter Wippermann blickt in die Zukunft(Trendbüro Beratungsunternehmen für gesellschaftlichen Wandel GmbH, Hamburg)
Ulrich Herbert kennt die
Arbeitswelt der Wissenschaft
(Albert-Ludwigs-Universität Freiburg / Freiburg Institute for Advanced
Studies)
Georg Schütte gestaltet Deutschlands
Forschungspolitik
(Bundesministerium für Bildung und Forschung)
Veranstaltungsort:
Festsaal der Humboldt Graduate School, Humboldt-Universität zu Berlin, Luisenstraße 56, 10099 Berlin
Am 3. Dezember 2009 fand das erste Humboldt-Streitgespräch in Kooperation mit der Stiftung Mercator statt. Hier finden Sie einen Film und Fotos: >Bildergalerie und Film
Kooperationspartner Stiftung Mercator