Das Geschlecht der Anderen
Das Geschlecht der Anderen
| What | Tagung/Konferenz |
|---|---|
| When | 2009-12-11 09:30 to 2009-12-12 20:00 |
| Where | Reutersaal im Seminargebäude am Hegelplatz, 10117 Berlin |
| Contact Name | Vojin Sasa Vukadinovic |
| Contact Email | VSVukadinovic@gmail.com |
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Narrationen und Episteme in Ethnologie, Kriminologie, Psychiatrie und Zoologie des 19. und 20. Jahrhunderts
jeweils 9.30-20 Uhr
ReferentInnen: Una Chaudhuri, Gabriele Dietze, Mark S. Micale, Hania Siebenpfeiffer, u.v.a.
VeranstalterInnen: Graduiertenkolleg ‘Geschlecht als Wissenskategorie’ - Florian Kappeler, Julia Roth, Anne Stähr, Vojin Sasa Vukadinovic - in Kooperation mit Sophia Könemann, Dr. des. Julie Miess, Susann Neuenfeldt
Die Konstitution von Geschlechtermetaphern wird besonders seit dem 19. Jahrhundert auffallend an diverse Konstruktionen eines „Anderen“ gebunden, das über die Definition und Zuschreibung von Binaritäten wie rational/wahnsinnig, kulturell entwickelt/primitiv, „normal“/deviant undmenschlich/tierisch wirkt. Über diese vergeschlechtlichten Formen des Anderen bildet sich ein Wissen, das sich sowohl in Diskursen der Kriminologie, der Ethnologie, der Psychiatrie und der Zoologie als auch in künstlerischen und literarischen Formen verdichtet. Diese historischen Verdichtungs- und Transferprozesse zwischen wissenschaftlichen Disziplinen sollen im Rahmen unserer Tagung interdisziplinär und intersektional untersucht werden.
Dabei ist zu fragen, wie sich die „poetischen“, d.h. im weitesten Sinne darstellungstechnischen Komponenten wissenschaftlichen Wissens und die Produktion von Geschlechterbildern zueinander verhalten. Gibt es einen Transfer von Geschlechtermetaphern zwischen Wissenschaften und Literatur/Künsten? Wie schreiben sich geschlechtlich strukturierte Subjektpositionen und Klassifikationen in die Wissensproduktion ein? Gibt es nicht nur Aussagen, sondern auch Darstellungsformen, die sowohl in den Wissenschaften als auch in der Literatur und den Künsten zum Tragen kommen? Und schließlich: Gibt es ein Ende dieser Konfiguration oder wirkt sie auch in aktuellen Diskursen fort?
Informationen bei: Florian Kappeler , Vojin Sasa Vukadinovic